2008/02/28

HATTLER - Konzerttermine 2008

HATTLER "live cuts" concerts 2008:

01.03.2008: Leipheim, Zehntstadel
05.03.2008: Aschaffenburg, Colos-Saal
06.03.2008: Bonn, Harmonie
07.03.2008: Aachen, Jakobshof
08.03.2008: Idstein, Scheuer
28.06.2008: Laupheim, Open Air
02.08.2008: Aalen, Galgenbergfestival
02.10.2008: Stuttgart, Bix
03.10.2008: Worms, Lincoln Theater
04.10.2008: Wetzlar, Franzis (tbc)
09.10.2008: Weiz/Austria, Europasaal
10.10.2008: Linz/Austria, Posthof
16.10.2008: Wermelskirchen, Kattwinkelsche Fabrik
17.10.2008: Dortmund, FZW
18.10.2008: Olsberg, Altes Kino
14.-18.11.2008: Nanjing/China, International Jazz and World Music Festival

Viel Spass bei den Konzerten!


HATTLER bassball recs., talblick 35, 89250 senden, +49 7307 961366








http://www.bassball.net
http://www.hellmut-hattler.com
http://myspace.com/hellmuthattler

2008/02/26

Warum nicht mal das Ganze betrachten?

Auch die Spiele der Intellektuellen können faszinieren. Natürlich gab es schon immer auseinanderfallende Meinungen darüber, was musikalisch aktuell angesagt ist und was gerade nicht. Der Notist spielt, was auf dem Blatt steht. Der visuelle Notist liebt die Noten. Bereits Johann Sebastian Bach sah nicht ein, warum er nur die auditiven Bedürfnisse seiner Hörer befriedigen sollte. Die mathematisch-intellektuellen Spiele in der Komposition von Bach faszinierte aber auch die Physiker (Gödel Escher Bach).

Der Piranhase lenkt die Aufmerksamkeit auf World Beat Music und regt uns dazu an, den Blick auch auf die einfache Form und das Ganze zu fokussieren.

Das ist sehr aktuell, denn warum soll Mann/Frau sich immer nur ablenken lassen?

Bereits McLuhan lehrte uns, die Welt als globales Dorf zu verstehen und nicht jeder möchte es Ackermann und der Deutschen Bank überlssen, die Welt als globales Dorf ökonomisch auszuwringen.

Wer sich über viele Jahre hat ablenken lassen, darf sich zwar länger wundern, steht, was die eigene politische Handlungsfähigkeit betrifft, vor den Gewinnmaximierern jedoch oft recht dumm dar. Auch die Ökonomie ist, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Strategien realer Akteure, neu zu denken.

Die alte deutsche Tradition und Gewohnheit, das Denken zu lassen, führte bereits nach 1933 in die Sachgasse. Wir wissen heute, dass das Mitläufertum weder ehrenwert ist, noch zu Ruhm und Ehre führt.

Globales Denken darf sich daher heute aus den Kinderschuhen wagen. Und es sollte dies auch, wenn es selbständig und erwachsen werden möchte.

Es sind politische Fragen, die beantwortet werden müssen. Sie betreffen das Wohl der Vielen vor dem Hintergrund der Gier der Wenigen.

Die Begriff der Elite steht zur Diskussion. Dabei stellt sich die Frage der Werte.

Welche Werte stehen in unserer Gesellschaft eher oben und welche eher unten in der Wertehierarchie. Wie ist hier der Ist-Zustand und wie der Soll-Zustand?

Als Optimist sehe ich dem gesellschaftlichen Wandel erwartungsvoll entgegen. Immerhin wurden viele Fehler klar analysiert. Positive Veränderungen beginnen oft mit der verbesserten Erkenntnis der Realität. Der realistische Blick, der zur konstruktiven Handlung führt, sucht die Fehler und verleugnet sie nicht. Denn Fehlern werden gemacht; und nur wer an Fehlern lernt, lernt sie zu überwinden.

Betrachten wir die ökonomischen Strategien, betrachten wir sie als einfache Form, betrachten wir sie als ein Verteilungsproblem!

Ein Verteilungsproblem ist nicht bloß ökonomisch, sondern vor dem Hintergrund einer gesellschaftlichen Wertehierarchie zu beurteilen. Das ist der Anfang und nicht das Ende.

2008/02/25

René Pretschner trio live

René Pretschner (piano), Haro Eller (bass) und Jörg Hedtmann (drums) spielen am Samstag, den 1. März 2008 um 20:00 Uhr in der Stadthalle Wuppertal (Mendelssohnsaal). Wuppertal, eine beindruckende Insel der deutschen Jazzmusik, die Stadt mit der Schwebebahn, die Stadt mit der vom neuen deutschen Film artifizierten Atmosphäre (Der Krieger und die Kaiserin). Genau hier stellt das René Pretschner Trio die 'Story of a Jazz Piano' vor.
Veranstalter: GREENHOUSE music.

2008/02/24

Popbüro Region Stuttgart: 1 freie Stelle, 1 Praktikumsplatz

Das Popbüro Region Stuttgart hat ab dem 01.03.08 eine freie Stelle im Bereich Presse / Kommunikation / Messen zu besetzen. Wenn Sie bereit sind, sich in einem jungen Team einzubringen und sich für einen schönen Arbeitsbereich besonders zu engagieren, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Der Aufgabenbereich erfordert Arbeit auch an Abenden und am Wochenende. Die Bezahlung erfolgt in Anlehnung an TvöD. Bewerbungen bitte bis 10.03.08 per E-Mail popbuero@region-stuttgart.de oder Post an: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Popbüro Region Stuttgart, Naststr. 11a, 70376 Stuttgart

Das Popbüro Region Stuttgart hat ein Praktikum in den Bereichen Projekt- und Informationsmanagement zu vergeben. Aufgaben im Projektmanagementbereich (für Studenten aus den Bereichen Erziehungswissenschaft, Sozialpädagogik, Kulturwissenschaft, Kulturmanagement, Eventmanagement) sind Unterstützung des Projektleiters in der Planung, Koordination, Durchführung und Betreuung einzelner Teilaufgaben, Mitarbeit bei Veranstaltungen und Bandkommunikation. Im Bereich Kommunikation und Informationsmanagement (für Studenten aus den Bereichen Bibliotheks- und Medienmanagement, Informationswirtschaft, Medien- und Wirtschaftsinformatik, Kommunikations- und Medienwissenschaften u.ä.) ist eine Stelle zu vergeben, die sich rund um Online-Redaktion, Content-Management, Grafik, Pressearbeit und Messevorbereitung und -durchführung drehen. Voraussetzung für alle Praktika sind gute PC- und Recherche-Kenntnisse, Engagement & Ausdauer, Musikbegeisterung, selbständiges Arbeiten und Teamfähigkeit. Bewerbungen mit vollständigem Lebenslauf und Zeugnisse können per Mail an Paul Woog popbuero@region-stuttgart.de geschickt werden.

2008/02/22

Die Schönheit ist der Sonnenschein
wie lieb ich es doch gar so rein
doch Welt du bist so bitter

2008/02/18

Wolkenmusik - Steps on the cloud


















Veron
zwischen den Wolken

Riad Michael vom label geyser recordings hat sich spezialisiert auf Downtempo, Club (Breakbeat, House) und Electronica (Ambient) und vermag es immer wieder zu überraschen.

2008/02/16

Aktuelle Arbeiten aus der Düsseldorfer Kunstakademie

Über 500 junge Künstler präsentieren derzeit ihre Arbeiten in der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Daher gibt es beim Rundgang 2008 viel zu entdecken.

Interessant sind die Arbeiten von Natascha Schmitten, Klasse Anzinger.


Ein großer Künstler ist im letzten Jahr für immer gegangen. Nicht wenige Arbeiten geben Professor Immendorff ein Geleit auf seiner letzten Reise.



















Nikita Schmitz Kunstakademie Düsseldorf 2008




















Marius Baumgartner zeichnet Räume,
in denen musiziert werden kann (Klasse Karl Kneidl).















komprimiert Geschichten: Michael Sistig Klasse Doig















Sandra Schlipköter 2008 Kunstakademie Düsseldorf













Dieses Foto zeigt nur einen sehr kleinen Bildausschnitt, das zugehörige Bild bietet mehr Information und ist auf der website (Galerie 2007) der Künstlerin zu entdecken: www.sandra-schlipkoeter-art.de

Robert Starke erläutert das Konzept der Klasse Tal R
'LA CHANCE DE LA TABLE'



















Robert Starke Klasse Tal R















LA CHANCE DE LA TABLE
vorne im Foto: Friederike Delius
im Hintergrund zu sehen: Valerij Bartheli















Jan Pleitner Klasse Tal R















Anna Stöcker hat eine Stadt gebaut, doch wer durch die Fenster ihrer Häuser schaut ...


Nenad Nikolic stößt mit seiner Arbeit "lazar forever" die Reflexion über den Krieg an.


















NESHA "lazar forever"
Foto: Johannes Bendzulla

















NESHA "lazar forever"
Foto: Johannes Bendzulla

Nenad Nikolic NESHA: Soldat im Wachkoma


Rundgang 2006
Rundgang 2007
Rundgang 2008
Rundgang 2009
Rundgang 2010
Rundgang 2011
Rundgang 2012

2008/02/13

Der Hit

a) Ein Musikstück, das innerhalb eines bestimmten Zeitraums einen hohen Grad von Beliebtheit erreicht?

b) Die für einen Trip vorgesehene Rauschgiftmenge?

c) 1,5 Milliarden Euro vom Bund für die IKB?

Rundgang 2008 Kunstakademie Düsseldorf













Für alle, die sich für aktuelle künstlerische Entwicklungen interressieren.

"Alles kann Malerei sein, kann als solche inszeniert werden. Willkür ... alles war und ist möglich. Wie dies aufzufassen war, blieb jedem selbst überlassen. Einziges Tabu: Sich hinter seinen Bildern zu verstecken. Das Pferd war als Gegenpol zur anonymen, sterilen Katalogwirtschaft gedacht."

Bis Sonntag, den 17. Februar 2008 sind die Türen der Düsseldorfer Kunstakademie geöffnet.

Zitat: Klasse Immendorff. Trojnarski, Angelika; Glaser, Tatjana, Pleitner, Jan (Redaktion) Das Pferd V. Staatliche Kunstakademie Düsseldorf.

weitere Rundgänge:
2010
2009 a b c
2008
2007 a b
2007 c
2006

Musiklabor für den Bebop

"Das Mintons Playhouse gehörte einem Schwarzen, Teddy Hill. In seinem Club fing er Bebop an, es war sozusagen das Musiklabor für den Bebob."

Quelle: Miles Davis und Quincy Troupe (2000) Miles Davis. Die Autobiographie. 4. Aufl. München: Heyne, S. 70.

Punk der 70er

Zum reinhören:
The Damned: New Rose
Sex Pistols: Anarchy InThe Uk
Buzzcocks: Spiral Scratch
The Stranglers: Grip
The Clash: White Riot
Chelsea: Right To Work
The Adverts: One Chord Wonders
The Jam: In The City
Sex Pistols: Good Save The Queen
The Vibrators: Baby, Baby
X-Ray Spex: Oh Bondage, Up Yours!
Wire: Mannequin
Subway Sect: Nobody’s Scared
The Undertones: Teenage Kicks
Siouxsie: The Banshees:Hong Kong Garden

2008/02/12

Musik oder Medizin?

Der 16-jährige Miles Davis wollte praktischer Arzt werden und war bei einer Krankenvisite zugegen. Anschließend sprach er mit seinem Vater (Zahnarzt) über dieses spezielle Erlebnis. Der Vater:

"Wenn du bei manchen Ärzten mit einem gebrochenen Arm ankommst, schneiden sie ihn dir lieber ab, anstatt ihn zu richten. Das würde ihnen zu viel Mühe machen, also schneiden sie ihn ab. Der Doktor von William ist einer von dieser Sorte, Miles. Davon laufen genug rum. Solche Leute, Miles, haben sich ihren Beruf nur wegen des Prestiges und des Geldes ausgesucht. Sie gehen nicht darin auf wie ich oder ein paar meiner Freunde. Wenn man wirklich krank ist, sollte man nicht zu solchen Leuten gehen. Die Einzigen, die das tun, sind arme Schwarze. Aber solche Ärzte wie der kümmern sich einen Dreck um sie. Deshalb hat er sich so kalt gegenüber William und seiner Familie verhalten. Die Leute interessieren ihn überhaupt nicht, verstehst du?"

Miles Davis:

"Ich nickte. Aber eins kann ich dir sagen, Mann, das Ganze hat mich vollkommen durcheinander gebracht. Später fand ich raus, dass dieser Arzt ein riesiges Haus hatte, dass er reich war, sogar ein eigenes Flugzeug besaß. Den ganzen Scheiß hat er sich auf Kosten von Leuten zugelegt - armen Schwarzen -, die ihm scheißegal waren. Das machte mich fast krank. Damals beschloß ich Arzt zu werden. Ich wollte versuchen, das Leben von solchen Leuten wie William zu retten.
Aber du weißt ja, wie das Leben so spielt. Du möchtest dies und jenes werden. Und dann taucht plötzlich was Neues auf und schiebt das Alte beiseite, besonders wenn man jung ist. Die Musik trieb mir die Medizin einfach aus dem Kopf."

Quelle: Miles Davis und Quincy Troupe (2000) Miles Davis. Die Autobiographie. 4. Aufl. München: Heyne, S.51.

2008/02/11

Musik Methodik - Handbuch zur Musikpädagogik

Norbert Heukäufer hat sicher eines der interessantesten Lehrbücher zur Musikpädagogik herausgegeben.

Heukäufer orientiert sich eng an den Empfehlungen von Johannes Rau. Wider dem Nützlichkeitszwang gehe es darum, den ganzen Menschen zu bilden. "Musikerziehung beginnt - wie jede gute Pädagogik - damit, dass man die Freude an der Sache weckt." (Johannes Rau zitiert von Heukäufer, 2007, 30)

Ziel: Die Freude an der Sache wecken.

Heukäufer konzentriert sich in seinem Handbuch auf konkrete Unterrichtstechniken und Unterrichtsverfahren, also auf anschauliche Unterrichtsbeispiele.

Entsprechend den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bevorzugt Heukäufer Methoden, die das aktive Handeln, das Selbermachen der Schüler fördern. Auf dieser Ebene finden sich Parallelen zur handlungsaktivierenden Musiktherapie von Karl Hörmann. Heukäufers Handbuch 'Musik Methodik' lässt sich auch als RIM-Pädagogik beschreiben:

- ressourcenorientiert (R)
- integrativ (I)
- multimodal (M)

Angesagt ist Methodenvielfalt, angelehnt an Friedrich W. Kron (2004):

- Lernen durch Tun
- Lernen durch Simulation und Spiel
- Lernen durch Erkunden und Forschen
- Lernen durch Lehren ...

Die Methodenwahl wird begründet mit Werner Jank und den Ergebnissen der Lernpsychologie, nach denen man behält:

- 10% von dem, was man liest
- 20% von dem, was man hört
- 30% von dem , was man sieht
- 70% von dem, was man sagt
- 90% von dem, was man tut.

Das Handbuch Methodik enthält Beiträge verschiedener Autoren.

Handbuch Teil II:

Instrumente als Arbeitsmittel und ihr Einsatz werden hier von Wolfhard Bickel vorgestellt. Diese werden differenziert nach:

- traditionellen und elektronischen Instrumentarium
- Alltags- und Selbstbauinstrumenten
- Body- und Mouthpercussion

Holger Mittelstädt gibt wertvolle Hinweise zum Einsatz traditioneller Medien in der Musik.

Bert Skusa illustriert den Einsatz technischer Medien (Audioanlage, Sequenzerprogramm, Audioeditor, Internet und interaktiven Tafeln (Whiteboard).

Teil III

In konsequenter Weise widmet sich der umfangreichste Teil des Handbuchs den 'Methodischen Techniken' (Seite 72- 256).

Hier werden anschauliche Beispiele für den Einsatz von Mikromethoden im praktischen Musikunterricht von ausgewählten Autoren vorgestellt. Dabei werden u.a. folgende Themen vertieft:

Bewegen, Warm Up, Bewegungslieder, Bewegungsschlange, freie Choreografie, Hören, Analysieren, Lesen von Musik, Komponieren, Improvisieren, Adjektivzirkel, Polaritätsprofil, praktische Elementarlehre, Arbeit mit Lücken(noten), Arbeit mit relativer Solmisation, Mitspielen, musikalische Spiele, Musik malen, Musizieren im Klassenverband, Verklanglichung, Visualisieren.

Fazit:
Das Handbuch Musik Methodik bietet eine Vielzahl konkreter Unterrichtstechniken und -methoden in anschaulicher Darstellung. Es ist sehr gut lesbar und empfiehlt sich als Bereicherung für die musikpädagogische Handbibliothek.


besprochenes Fachbuch:
Heukäufer, Norbert (Hrsg.) 2007: Musik Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin: Cornelsen.

Dorothea Weiss 2008 Vorburg Schloss Hardenberg

Eine schöne Vernissage.

2008/02/09

Jazz im Museum Kunst Palast

150 Künstler aus NRW stellen seit heute ihre Arbeiten im Museum Kunstpalast am Ehrenhof in Düsseldorf vor. Vor Ort trafen trafen wir einen ausgelassenen SG Koezle. Der Andrang beim Velberter Künstler war sehr groß, doch zwischendurch konnte er von den Erfolgen des heutigen Tages berichten. SG Koezle präsentiert auf der Kunstausstellung NRW Jazz-Fotos: Warren Oree, Shibuza Shirazu (Moers Festival) und Carla Bley. Wir freuten uns mit und genossen auch draußen noch die Freudenfeuer:

Vernissage: Dorothea Weiss













Schloss Hardenberg, Velbert: Bilder von Dorothea Weiss in der Vorburg. Unter dem Titel '80 x 80' präsentiert Dorothea Weiss ihre aktuellen Arbeiten.

Vernissage: Sonntag, den 10. Februar 2008, 11.00 Uhr.













Dorotheaweiss.blogspot.com

2008/02/08

Musikalische Berlinale

Die Rolling Stones eröffneten die Berlinale 2008. Markus Zinsmaier schrieb darüber einen nicht begeisterten Beitrag für die ZEIT. Andere erlebten die energiereiche Show durchaus anders.

Es gab ein Wiedersehen mit Patty Smith und Neil Young (Heart of Gold). Neil Young steht, nachvollziehbar, immer noch nicht auf Krieg und forderte dazu auf den amerikanischen Präsidenten zu verklagen.

Von wegen Krieg: Auch Helmut Schmidt, ehemaliger Bundeskanzler, gab in dieser Woche bei Maischberger zu bedenken, dass die Teilnahme am Krieg weniger bringt, als gemeinhin erwartet würde. Der politisch erfahrene Mann sollte ernst genommen werden.

2008/02/06

Improvisation als Illusion?













"Es gibt da die Theorie, dass es so etwas wie die reine Improvisation ohne Vorbereitung oder Vorplanung gäbe. Ich glaube fest, dass noch nie irgendjemand auch nur zwei Takte geblasen hat, die zu hören es Wert war, der nicht wenigstens eine Idee dessen gehabt hatte, was er spielen würde, und zwar, bevor er zu spielen begann." (Duke Ellington zitiert von Wolfram Knauer, 2004, 35)

Quelle:
Knauer, Wolfram (2004) Noodlin' and Doodlin' and Playing Around ... In: Knauer, Wolfram (Hg.) improvisieren ..., Hofheim: Wolke, 19-38.

2008/02/03

Marc Sabatella: A Jazz Improvisation Primer














Jazz Improvisation Primer

Qualitätskriterien bei der Jazzimprovisation














"Die wichtigsten Kriterien, nach denen Musiker im traditionellen Jazz die Arbeit ihrer Kollegen beurteilen, liegen im großen und ganzen ziemlich klar zutage." Jost, 2004, 162)

an erster Stelle rangieren:
- Originalität
- Identität
- stilistische Eigenständigkeit

außerdem werden noch genannt:
- Schlüssigkeit
- Logik der Entwicklung
- Dynamik
- Entspanntheit
- ökonomischer Einsatz der instrumentellen Technik

negative Urteile:
- too busy
- too many notes
- I don't get the message
- He doesn't tell me a story

(Nach den Ausführungen des Musikwissenschaftlers Ekkehard Jost.)

Jost kam zu seiner Schlussfolgerung, nachdem er die protokollierten Statements von Musikern zu anonym gehaltenen Schallplattenaufnahmen ausgewertet hatte.

Quelle:
Jost Ekkehard (2004) Notizen zur Improvisation. In Knauer, Wolfram (Hg.) improvisieren ... , Hofheim: Wolke, 152-164.

2008/02/02

Eine große Freude

... bereitete der Fernsehsender 3SAT den Freunden der angesagten Musik:

Marcus Miller eröffnete mit Patches Steward (trumpet), Bobby Sparks (keyboards), Keith Anderson (saxophone), Gregoire Maret (harmonika) und Poogie Bell (drums) die erste von 6 Sendungen über die Leverkusener Jazztage 2007 .

Marcus Miller, Vorbild vieler junger Bassisten, gehört zu den Musikern, die spielen wohinter sie stehen, die überzeugen, weil sie etwas zu sagen haben. Der Bassist, 1959 geboren, spielte ab 1981 mit Miles Davis. Marcus Miller wird heute zu den besten E-Bassisten gezählt. Der Konzertmitschnitt bestätigt einmal mehr diese Einschätzung. Der Titel Jean Pierre findet sich übrigens auch auf der durchgängig empfehlenswerten CD Marcus Miller Free (2007). www.marcusmiller.com

2008/02/01

Wie hören Sie Musik?













"... Ich weiß ja nicht, wie das Publikum überhaupt Musik hört. Für mich als Musiker ist das ganz unmöglich überhaupt zu verstehen. Ich nehme an, dass es auf eine gewisse Energie reagiert, auf Melodien. Ich weiß, dass das Publikum rhythmusbetonte Sachen mehr liebt als ganz freie Sachen. ..." (Joachim Kühn)

Quelle:
Improvisation und musikalische Realität. Ein Gespräch zwischen Joachim Kühn und Bert Noglik. In: Knauer, Wolfgang (Hg.) improvisieren ... Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, 2004, Hofheim: Wolke, S. 167-181.
 
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