2006/06/18

Begegnung mit Chanyuan Zhao

Tief bewegt und konzentriert gespannt verfolgte das Publikum die heutige Aufführung. Auf ihrer Reise entlang der 'Seidenstrasse' begegnete Chanyuan Zhao vielen Künstlerinnen und Künstlern.

Chanyuan Zhao's Reise auf dieser legendären Strasse führte durch anmutige und wilde musikalische Landschaften.

Chanyuan Zhao (Guzheng) und Benjamin Leuschner (Percussion) traten die Reise mit 'Stille', einer Komposition von Chanyuan, an. Es folgten 'Frühling in Tibet', 'Liebeslied' und zwei Improvisationen.

In der zweiten Etappe vertonte die Guzheng den strahlenden roten Berg 'Ying chan hong' und begegnete der mongolischen Sängerin Mao Zhuoying beim chinesischen Volkslied 'ying shan hong'. Erst dann wurde China endgültig verlassen: die Guzheng begleitete den mongolischen Obertonsänger Fu Zhu Meng. Dieser spielte dabei auf der Pferde-Geige.

In dritter Etappe wurde mit einer Komposition von Leonard Bernstein ein amerikanisiertes Europa erreicht. Chanyuan Zhao traf auf den Sänger Marco Agostino um mit ihm 'Candide' zu spielen. Dann aber, im ursprünglichen Europa, improvisierte die Guzheng gemeinsam mit Tenorhackbrett (Elisabeth Seitz) und Harfe (Johanna Seitz).

In der letzte Etappe begegnete die Guzheng der europäischen Neuen Musik und dem europäischen Jazz: Chanyuan Zhao improvisiert mit dem Schlagzeuger Kai Angermann, dem Vibraphonisten Matthias Goebel, dem Querflötisten Matthias Nahmacher und wieder mit dem Percussionisten Benjamin Leuschner.

In dezenter Weise moderierte Stefan Frings diese weite und ansprechende musikalischen Reise.

Die hohe Konzentration der hervorragend spielenden Musiker übertrug sich auf die Mitreisenden, so dass aus der Reise ein Traum wurde, den eigentlich niemand beenden wollte.

Kommentare:

Musiklabor hat gesagt…

Hallo Piranhase,
ich habe Ihre Post gelöscht, da ich meinen den Beitrag, auf den Sie sich bezogen, durch den obigen Konzertbericht ersetzt habe.
Ich bitte um Ihr Verständnis.
Mit besten Grüßen
Gerd Fierus

piranhase hat gesagt…

macht nix. war eh zu warm draußen, um etwas dauerhaftes zu schreiben...
grüße, piranhase

 
blogoscoop